Lebensmittelzeitung: Unternehmen in Schieflage

Die Food- und Gastro-Branche steht immer häufiger unter Beschuss – Komplexe Krisenkommunikation

Frankfurt. Die Kritik an der Ernährungswirtschaft reißt nicht ab. TV-Sender, Medien und NGOs thematisieren gerne echte und vermeintliche Verbrauchertäuschungen, kritisieren Inhaltsstoffe und Risiken bei der Lebensmittelsicherheit. Gute Vorbereitung auf eventuelle Krisen ist deshalb ein Muss. Dazu gehört ein kontinuierliches Issue-Monitoring.
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Die kritischen Meldungen zu Themen in den Medien, die die Ernährungsbranche umtreibt, häufen sich, schon in der Vergangenheit und aktuell – wenn auch zum Teil überspitzt. Der AFC-Issue Monitor etwa wertet sie täglich aus. Zu den Top 5-Ergebnissen 2019 zählten Tierhaltung an erster Stelle, gefolgt von Inhaltsstoffen, Kennzeichnung, Verpackungsmüll und Umweltauswirkungen.
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„Eine Krisensituation für Unternehmen kann aus unterschiedlichen Ursachen entstehen“, betont Markus Hinskes von der AFC Consulting Group, ...  Er weist auf drei für die Agrar- und Ernährungsbranche besonders relevante Krisenarten hin: Lebensmittelkrise (chemische, biologische oder physikalische Kontamination), Reputationskrise (Medienberichte, NGO-Kampagne, Produkt-Testurteile etc.) und Betrieblicher Notfall (Stromausfall, Brand, Lieferantenstreik etc.). „Fehlerhaftes Reklamationsmanagement ist häufig der erste Schritt in die Krise“, soder Head of Issue Management.

In: Lebensmittelzeitung, Ausgabe 10 vom 6. März 2020

AFC Chilli