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11.03.2026

Issue der Woche: Newcastle zurück im Nest…?!

Die Newcastle-Krankheit ist zurück in deutschen Ställen: Bisher sind Bayern und Brandenburg betroffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) spricht durch die zusätzliche Präsenz der aviären Influenza von einer erheblichen Gefährdungslage. Gutes Impfmanagement und Biosicherheit haben jetzt Priorität, insbesondere an Schnittstellen von Personen- und Warenverkehr. Für Lebensmittelproduzenten gilt es nun, robuste Lieferketten zu schaffen und alternative Beschaffungs- und Vermarktungsstrategien zu entwickeln.

Nach drei Jahrzehnten ohne die „atypische Geflügelpest“ in Deutschland ist die Newcastle-Krankheit (ND) Ende Februar 2026 in mehreren Geflügelhaltungen in Brandenburg und Bayern ausgebrochen. Das FLI charakterisiert die bisher nachgewiesenen Viren als Genotyp VII.1.1, der auch in Osteuropa vorkommt. In beiden Bundesländern wurden bereits Bestände gekeult und Restriktionszonen um betroffene Ausbruchsbetriebe eingerichtet.

Halter und Landwirte werden angewiesen, die regelmäßig vorgeschriebene Impfung  in Hühner- und Putenbeständen zu prüfen und Auffrischungen konsequent nachzuhalten. Biosicherheitsmaßnahmen, besonders die Kontrolle von Personenkontakten und der regelmäßige Austausch von Gegenständen in Ställen sollten verschärft werden. Sofortige Laboruntersuchungen bei Leistungseinbrüchen oder erhöhter Mortalität seien auch in geimpften Herden zentral für die Früherkennung. Um Ausbrüche zurückzudrängen sei die Kombination aus Impfung und Keulung betroffener Bestände am wirksamsten.

Keulungen und Bestandsräumungen können erhebliche wirtschaftliche Folgen für betroffene Betriebe haben, die Bedrohung durch die Geflügelpest erhöht den Druck zusätzlich. In Polen besteht die Impfpflicht für ND erst seit April 2025, zuvor häuften sich Geflügelpest- und ND-Fälle in kommerziellen und privaten Geflügelhaltungen. Die Verbreitung des Virus scheint nun über den Personen- und Warenverkehr aus Polen nach Deutschland stattgefunden zu haben.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
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Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
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lena.meinders(at)afc.net