Mit dem kürzlich veröffentlichten „Review-Paket“ zur EU-Entwaldungs-verordnung (EUDR) rückt sieben Monate vor Anwendungsbeginn weniger die Frage nach dem Ob, sondern zunehmend die Frage nach dem Wie in den Mittelpunkt. Gerade vor dem Hintergrund des engen Zeitrahmens und öffentlicher Diskussionen empfiehlt sich eine frühzeitige Bewertung der eigenen Umsetzungsfähigkeit – nicht zuletzt, da regulatorische Klarstellungen erfahrungsgemäß auch neue Anforderungen seitens Kunden, NGOs und weiterer Marktakteure nach sich ziehen.
Die Europäische Kommission hat kürzlich das ursprünglich für April angekündigte „Review-Paket“ zur EUDR vorgelegt. Es umfasst einen Bericht zu Vereinfachungsmaßnahmen, aktualisierte Leitlinien sowie überarbeitete FAQs. Ergänzend wurde ein Entwurf eines delegierten Rechtsakts veröffentlicht, der unter anderem vorsieht, löslichen Kaffee in den Anwendungsbereich der Verordnung aufzunehmen. Zudem liegt ein aktualisierter Entwurf des Durchführungsrechtsakts zum Informationssystem vor. Die gestaffelte Anwendung der EUDR ab Ende 2026 bleibt unverändert bestehen.
Aus Sicht der Kommission hätten die bisherigen Vereinfachungsmaßnahmen bereits zu einer spürbaren Reduktion der bürokratischen Belastungen geführt, sodass weitere Anpassungen am Verordnungstext nicht erforderlich seien. Neue Datenbanken zu Rechtsvorschriften und Zertifizierungssystemen würden Risikobewertung und Einhaltung der Sorgfaltspflichten zusätzlich erleichtern. Inhaltlich stoße das „Review-Paket“ auf „breite Zustimmung“.
Gleichzeitig äußern Branchenverbände Kritik, insbesondere mit Blick auf die aus ihrer Sicht ausgebliebene Einführung einer „Null-Risiko-Kategorie“. Umweltverbände kritisieren vor allem den Entwurf des delegierten Rechtsakts, insbesondere die darin vorgesehene Streichung von Leder aus dem Anwendungsbereich. Die Öffentlichkeit kann bis zum 1. Juni 2026 Stellungnahmen zu dem Entwurf des delegierten Rechtsakts einreichen.
Issue-Risk-Monitoring
Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.
Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.
- Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
- Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
- Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
- Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon: + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net