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13.10.2026

Issue der Woche: Süße Früchte, bittere Erntebilanz…?!

Die erwarteten Ernteausfälle in der deutschen Obstproduktion verschärfen die Rohstofflage der Obstverarbeitung und erhöhen den Handlungsdruck entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Für verarbeitende Unternehmen wird damit entscheidend, Beschaffungsrisiken frühzeitig zu bewerten, alternative Bezugsquellen zu prüfen und die eigene Lieferkette auf geringere Mengen, schwankende Qualitäten und steigende Beschaffungskosten vorzubereiten. Regionalität und Resilienz sollten dabei gemeinsam in der Beschaffungsplanung und im Risikomanagement berücksichtigt werden.

Hitze und Trockenheit haben die Ernteaussichten für deutsches Obst 2026 deutlich verschlechtert. Besonders angespannt sei die Versorgung bei Beerenfrüchten und Sauerkirschen. Im Bio-Bereich habe sich die Lage zusätzlich verschärft. In Thüringen und Bayern dürfte die Obsternte deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, während in Rheinland-Pfalz die gesamte Baumobsternte rund 32 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Die Entwicklung verschärfe die Rohstofflage der deutschen Obstverarbeitung und könne die Verfügbarkeit geeigneter Rohwaren sowie die Kostenstruktur belasten.

Branchenvertretern zufolge könnten regionale Vermarkter ihren Versorgungsauftrag trotz der schwierigen Erntebedingungen teilweise weiterhin erfüllen. Effizientere Strukturen und Kostensenkungen könnten dazu beitragen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zugleich blieben wirtschaftlich tragfähige Erzeugerpreise angesichts steigender Kosten eine zentrale Herausforderung.

Langfristig könnten Ernteausfälle die Verfügbarkeit von Regionalobst für die Verarbeitung in einer ohnehin angespannten Marktsituation weiter verringern. Zudem könnten steigende Arbeitskosten, fehlende Saisonarbeitskräfte und Wetterextreme dazu führen, dass Anbauflächen aufgegeben oder nicht wieder neu bepflanzt würden. Unternehmen müssten sich auf eine eingeschränkte Verfügbarkeit geeigneter Rohwaren und steigende Beschaffungskosten einstellen.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
  • Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
  • Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
     

Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon:  + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net