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29.09.2026

Issue der Woche: Grün geworben, streng geprüft …?!

Die europäische EmpCo-Richtlinie stellt Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen vor neue Anforderungen. Aussagen, Siegel und entsprechende Nachweise sollten entlang der relevanten Wertschöpfungsstufen frühzeitig geprüft, Verantwortlichkeiten geklärt und mögliche Auswirkungen auf Kennzeichnung, Abverkauf und bestehende Warenbestände berücksichtigt werden. Wer Nachhaltigkeit künftig glaubwürdig vermitteln möchte, sollte Belege, Zertifizierungen und interne Prüfprozesse jetzt belastbar auf die neuen Vorgaben ausrichten.

Am 27. September 2026 ist die EmpCo in Kraft getreten. Die Richtlinie soll vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen schützen. Künftig dürfen diese nur noch genutzt werden, wenn sie nachvollziehbar und belegbar sind und vage Aussagen entsprechend konkretisiert werden. Für Siegel gelten zudem strengere Anforderungen an Zertifizierung und unabhängige Prüfung.

Umweltverbände begrüßen die Richtlinie als wichtigen Schritt gegen Irreführung. Nur Produkte mit belegten Umweltvorteilen sollten entsprechend gekennzeichnet und beworben werden dürfen. Unklare und nicht belegte Nachhaltigkeitsaussagen erschwerten aus ihrer Sicht eine informierte Kaufentscheidung.

Handelsverbände hatten im Vorfeld kritisiert, dass bereits produzierte Waren wegen unzulässiger Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen aus dem Verkauf genommen und im schlimmsten Fall vernichtet werden könnten. Eine bis September 2028 befristete  Übergangsregelung für vor dem Stichtag in Verkehr gebrachte Waren mildert dieses Risiko ab. Eine pauschale Abverkaufsfrist gibt es jedoch nicht. Unternehmen könnten sich weiterhin mit Abmahnungen, Unterlassungsansprüchen, zusätzlichen Kosten und Reputationsrisiken konfrontiert sehen.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
  • Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
  • Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
     

Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon:  + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net