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27.10.2026

Issue der Woche: Schwein gehabt – nur wer eigentlich…?!

Der deutsche Schweinemarkt gerät durch ein umfangreiches Angebot, eine schwache Nachfrage und niedrige Notierungen zunehmend unter Druck. Für Unternehmen entlang der Lebensmittelkette wird es daher wichtiger, Absatzmärkte, Vermarktungswege und die Entwicklung von Angebot und Nachfrage frühzeitig zu beobachten. Eine realistische Einschätzung der Absatzmöglichkeiten, Produktionskosten und Vermarktungsbedingungen kann dazu beitragen, die Auswirkungen der anhaltenden Marktunsicherheit auf Wertschöpfung und Vermarktung zu begrenzen.

Der deutsche Schweinefleischmarkt steht zuletzt erneut unter erheblichem Preisdruck. Der Preis für Schlachtschweine blieb zwar bei 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht, liegt damit jedoch deutlich unter den kalkulierten Vollkosten von durchschnittlich 2,05 Euro. Ein umfangreiches, teilweise bedarfsüberschreitendes Angebot trifft auf eine verhaltene Nachfrage und begrenzte Absatzmöglichkeiten. Steigende Schlachtgewichte erhöhen zusätzlich das verfügbare Fleischaufkommen. Die wirtschaftliche Lage der schweinehaltenden Betriebe wird daher teils als dramatischer als in den Krisenjahren 2020 und 2021 beschrieben.

Branchenvertreter sähen in einer stärkeren Herkunftskennzeichnung Möglichkeiten, deutsche Erzeuger besser sichtbar zu machen. Auch Tierwohlprogramme und regelmäßige Verkaufsaktionen könnten die heimische Produktion unterstützen. Darüber hinaus seien zusätzliche Absatzimpulse erforderlich, insbesondere in der Außer-Haus-Verpflegung.

Verbände der Schweinehalter kritisieren, dass die aktuellen Erlöse die Produktionskosten nicht deckten und zu anhaltenden wirtschaftlichen Verlusten führten. Zudem verwiesen Schlachtunternehmen auf ein umfangreiches Angebot, hohe Schlachtgewichte und begrenzte Absatzmöglichkeiten. Eine schwache Konsumstimmung, Kaufzurückhaltung und Veränderungen im Ernährungsverhalten belasten die Nachfrage zusätzlich.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
  • Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
  • Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
     

Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon:  + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net