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Backwarenbranche verhält sich reservierter: Zeitschrift Markenartikel

Die Backwarenbranche hierzulande ist zurzeit geprägt durch eine vorsichtige Zurückhaltung was ihre Investitionsplanung für die kommenden zwei Jahre anbetrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Erhebung der AFC Management Consulting GmbH in Bonn. Danach plant aktuell nur noch jedes Vierte der befragten Unternehmen Erweiterungsinvestitionen und/oder Übernahmen. Ein Jahr zuvor hatten immerhin noch 54 Prozent derartige Absichten geäußert.

"Damit sind die Backwarenproduzenten momentan noch weniger investitionsbereit als die Ernährungsindustrie insgesamt", so Dr. Otto Strecker, Geschäftsführer der AFC Management Consulting. Denn trotz steigender globaler Nachfrage wollen laut der Umfrage branchenweit zurzeit lediglich 31 Prozent der Unternehmen in Erweiterungen oder Übernahmen investieren. Dies bedeutet im Vergleich zur vorangegangenen Befragung einen klaren Rückgang um neun Prozentpunkte.

Mehr Investitionen in den vergangenen 24 Monaten

Nach Auskunft der Backwaren-Unternehmen nahmen 41 Prozent von ihnen in den zurückliegenden beiden Jahren Erweiterungsinvestitionen vor. Das entspricht einem Plus von drei Prozentpunkten im Vergleich zu der Befragung aus dem Jahr 2011. Von den Firmen, die investierten, gaben 65 Prozent an, hierfür mehr als eine Millionen Euro ausgegeben zu haben. Das sind 40 Prozent mehr als 2011.

In der gesamten Ernährungsindustrie setzte sich hingegen – unabhängig von der Unternehmensgröße - auch im vergangenen Jahr der Trend fort, weniger Erweiterungsinvestitionen durchzuführen. Zum Vergleich: 2007 berichtete noch knapp über die Hälfte aller befragten Unternehmen von Ausgaben für Erweiterungen. 2012 traf dies lediglich noch auf 36 Prozent zu. Von Letzteren bezifferten jedoch immerhin 62 Prozent ihr Investitionsvolumen auf größer als eine Millionen Euro. Dies bedeutet ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Steigendes Interesse an Auslandsmärkten

Bei den investitionsbereiten Unternehmen der Backwarenbranche fällt auf, dass ihr Interesse an ausländischen Märkten über dem Schnitt der gesamten Ernährungsbranche liegt. Denn etwa zwölf Prozent der befragten deutschen Backwarenhersteller würden bei Investitionen das Ausland bevorzugen. Damit verdoppelte sich dieser Anteil gemessen am Vorjahr. Knapp ein Fünftel der Befragten äußerte sich indifferent was ihre Präferenzen für In- oder Ausland angeht.

In der gesamten Ernährungsindustrie ziehen 85 Prozent der von AFC Befragten bei Investitionen ihren Heimatstandort dem Ausland vor. Doch die ausländischen Märkte finden auch hier zunehmendes Interesse. So würden unterdessen sechs Prozent der Befragten eher im Ausland investieren als im Inland. Das bedeutet ein Plus von vier Prozentpunkten im Vergleich zu 2011. Rund fünf Prozent aus der gesamten Nahrungsmitteilindustrie sind demnach indifferent in Ihren Präferenzen.

EU wichtigstes Exportziel

Dem Trend der Ernährungsindustrie folgend erhöht auch die backwarenproduzierende Branche ihre Ausfuhren. Inzwischen sind 47 Prozent der Unternehmen aus diesem Segment im Export aktiv. Die gesamte Ernährungsindustrie liegt allerdings mit 63 Prozent noch deutlich über diesem Wert. Die Hauptexportziele der Backwarenbranche befinden sich meist in der Europäischen Union. Diese werden mit 36 Prozent am häufigsten genannt. Weitere wichtige Ausfuhrmärkte sind unterdessen in Asien, Osteuropa und im arabischen Raum zu finden.

Insgesamt bewerten die befragten Unternehmen aus der gesamten Ernährungsindustrie ihre Exportsituation derzeit schwächer als ein Jahr zuvor. So sahen 2011 noch knapp 40 Prozent ihre Exportsituation besser an als im Jahr 2010. Ende 2012 waren nur noch 34 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Ähnlich die Einschätzung in der Backwarenbranche: Sprach 2011 noch ein Drittel der Unternehmen von einer besseren Exportsituation als im Vorjahr, trifft dies für das laufende Jahr nur noch auf 24 Prozent zu. Eine schlechtere Exportsituation sah für dieses Jahr kein Unternehmen der Backwarenbranche gegeben

Markenartikel (Online-Ausgabe), 12.03.2013

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