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DowJones: AFC-Studie zeigt Steigerung der Investitionstätigkeit in der Fleischwirtschaft

Fleischwirtschaft - Branche will bei Investitionen vorangehen

In der deutschen Fleischwirtschaft zeichnet sich für 2013 eine Steigerung der Investitionstätigkeit ab - im Gegensatz zur Ernährungsbranche insgesamt, die sich bei ihrer Investitionsplanung für die nächsten 24 Monate eher zurückhalten will. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der AFC Management Consulting GmbH in Bonn bei rund 110 repräsentativ ausgewählten Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft hervor. Darin erklärten sich 38 Prozent der fleischverarbeitenden Betriebe bereit, in den kommenden zwei Jahren in Erweiterungsmaßnahmen oder Übernahmen zu investieren. Bei der AFC-Erhebung im vergangenen Jahr hatten nur 33 Prozent der befragten Unternehmen entsprechende Pläne geäußert. Damit blickt die Fleischbranche nach vier Jahren wieder optimistischer in die Zukunft. Betrachtet man hingegen die deutsche Ernährungswirtschaft insgesamt, so wollen derzeit nur noch rund 31 Prozent der Unternehmen in Erweiterungen oder Übernahmen investieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 gaben dies noch 40 Prozent aller Befragten an. Aktuell sei in der deutschen Ernährungsindustrie eine deutliche Zurückhaltung hinsichtlich der Investitionsplanung für die nächsten zwei Jahre zu verzeichnen, stellte der Geschäftsführer der AFC, Otto Strecker, dazu fest. Interesse an Auslandsmärkten nimmt immer weiter zu Ähnlich wie im vergangenen Jahr konzentrieren sich die Investitionspläne der hiesigen Ernährungswirtschaft auch 2013 vor allem auf Deutschland. So gaben aktuell 85 Prozent an, Ihren Heimatstandort gegenüber dem Ausland zu bevorzugen. Ungeachtet dessen nimmt jedoch das Interesse an Auslandsmärkten weiter zu. Nach der jüngsten Untersuchung würden inzwischen 6 Prozent der investitionsbereiten Unternehmen hierfür das Ausland dem Inland vorziehen, erläutert Thomas Küsters, ebenfalls AFC-Geschäftsführer. Das bedeutet einen Zuwachs um 4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011. Indifferent in Ihren Präferenzen äußerten sich 5 Prozent der Branchenvertreter. Anders hingegen die Branche der Fleisch- und Wurstwarenhersteller: Von ihnen bevorzugen 95 Prozent Deutschland als Standort für geplante Investitionen. Interesse an Auslandsinvestments ist in dieser Branche nicht vorhanden. War 2011 für die fleischverarbeitende Industrie die Erreichbarkeit der Kunden mit 28 Prozent noch wichtigster Standortfaktor, so teilt sich dieser nun mit der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte (beide 18 Prozent) den ersten Platz. Standorttreue dagegen verliert für die Fleischbranche an Relevanz und belegt im Ranking der wichtigsten Standortfaktoren nur noch den vierten Platz (2011: zweiter Platz). Dem Branchentrend gemäß baute auch die fleischverarbeitende Branche in den vergangenen Jahren ihr Exportgeschäft aus. Inzwischen geben 62 Prozent der befragten Unternehmen, im Export aktiv zu sein. Zum Vergleich: Die gesamte Ernährungsindustrie liegt mit 63 Prozent nur knapp oberhalb dieses Wertes. Als Hauptexportland wird in der Fleischbranche nach wie vor am häufigsten die Europäische Union genannt - sie nimmt mit 60 Prozent der Nennungen den ersten Rang ein. Weitere wichtige Ausfuhrziele sind China und Südkorea mit jeweils 10 Prozent der Nennungen. 

DowJones Marktreport Fleisch & Milch, 21. Januar 2013, S. 4

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