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BVE-Fachseminar: Gelebtes Lieferantenmanagement ist die beste Krisenprävention

Thema des BVE-Fachseminars „Globalisierung & Beschaffungsrisiken“ am 01. März 2016 waren die Auswirkungen des globalen Warenbezugs auf Produktkrisen und Lieferantenmanagement.

Anselm Elles, AFC Risk & Crisis Consult GmbH, begrüßte die Teilnehmer und stellte die Serviceleistungen und Partner im BVE-Krisenmanagement vor und führte in seinem Vortrag zum „Beschaffungsmanagement – Risikoprävention und -steuerung globaler Lieferketten“ in die Thematik ein. Der Fokus lag hier auf der Umsetzung der Anforderungen an Food Defense und Food Fraud entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Anschließend stellte Dr. Norbert Kolb, Worlée Naturprodukte, den Rohstoffeinkauf und das Lieferantenmanagement seines Unternehmens, ein international agierender Familienbetrieb, vor. Das Unternehmen unterhält zahlreiche Kooperationen mit seinen Lieferanten in Drittländern. „Wir setzen auf Lieferanten-Kooperationen.“, so Dr. Kolb und er sei sicher „wer das Risiko kennt, kann entscheiden, wo er es reduziert.“

Dr. Jan Hoffbauer, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL, präsentierte den Anwesenden die neusten Zahlen des europäischen Schnellwarnsystems RASFF aus dem Jahr 2015 sowie die ersten Erfahrungen mit dem Food Fraud Network. 99 Meldungen zum Thema Fälschung/Betrug wurden im Vorjahr in das Schnellwarnsystem eingestellt wie z.B. mit Chlorophyll gefärbtes Soja- und Sonnenblumenöl.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen globaler Beschaffung erläuterte RA Imke Memmler von der Rechtsanwaltkanzlei ZENK. Trotz einheitlicher europäischer Rechtsregelung bestehen weiterhin viele länderspezifische Regelungen. Beim Handel mit Drittländern gibt es nur für kritische Lebensmittel besondere Vorführungspflichten an der Grenze, für „Standard-Lebensmittel“ allerdings nicht. Deshalb gilt grundsätzlich, dass der Importeur für die Sicherheit des eingeführten Produkts verantwortlich ist.

Am Nachmittag waren die Teilnehmer gefragt, eigene Erfahrungen auszutauschen und gewonnene Erkenntnisse im Rahmen praxisnaher Fallbeispielen umzusetzen. Die anschließende Gruppendiskussion zeigte: das A und O für Krisenprävention und Krisenmanagement besteht darin, seine Lieferanten zu kennen und deren Systeme regelmäßig zu prüfen. Festgehalten wurde: die meisten Risiken werden heute eingekauft.

Im Rahmen des nächsten Fachseminars am 28. April 2016 in Bonn können die Teilnehmer eine Krisenfall-Simulation in Kleingruppen die einzelnen Schritte im Krisen- und Rückrufmanagement trainieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

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