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Ergebnisse der AFC-Absolventen-Umfrage auf LZ Karrieretag 2017 in Frankfurt a. M.

Seit Jahren unterstützt die AFC Personalberatung die Lebensmittelzeitung bei der erfolgreichen Umsetzung der Karrieretage. So standen auch am 24. Juni 2017 in Frankfurt a. M. Anna Fieth und Jennifer Neumann, beide Executive Search Consultants, den Absolventen mit Bewerbungsmappen-Checks zur Verfügung und beantworteten zahlreiche Fragen rund um die Jobsuche. Dabei bot sich erneut die Möglichkeit im Sinne des Hochschulmarketings auf die Attraktivität ausgewählter Mandanten hinzuweisen. Darüber hinaus hat die AFC Personalberatung wieder 50 Studierende bezüglich ihrer Vorstellungen und Wünsche an potenzielle Arbeitgeber befragt. Neben den bewährten Fragen zur Arbeitgeber-Attraktivität haben wir in diesem Jahr das Themenspektrum um Mobilität, Online-Auftritt der Unternehmen sowie bestehende Probleme im Bewerbungsverfahren ergänzt.

Entwicklungsmöglichkeiten und Work-Life-Balance wichtiger als Geld 

Das Stimmungsbild des letzten Jahres hat sich bestätigt. Die Generation Y legt nach wie vor großen Wert auf die Parameter „Entwicklungsmöglichkeiten“, „Jobinhalte“ und die „Work-Life-Balance“. In Zeiten der Globalisierung und Arbeit 4.0 hat die junge Generation erkannt, dass es für ihre Karriere unerlässlich ist sich ständig weiter- und fortzubilden. Es wird erwartet, dass der zukünftige Arbeitgeber die entsprechenden Voraussetzungen dafür schafft und gleichermaßen Aufstiegschancen bietet. Gleiches gilt nach wie vor für Erwartungen an die „Work-Life-Balance“ (69%). Für die Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, wird es eine zentrale Herausforderung bleiben entsprechende Maßnahmen umzusetzen, die zu einer möglichen Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Beschäftigungsverhältnissen führen. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu sehen, dass die Unternehmensgröße mit 24% wohl zunehmend eine Rolle spielt; im letzten Jahr entfielen nur 7% der Nennungen auf diese Kategorie. Dies kann dahingehend interpretiert werden, dass größeren Unternehmen mehr Möglichkeiten zur Realisierung der wichtigsten Parameter wie auch der „Internationalität“ zugesprochen werden. Das „Gehalt“ wird von 60% genannt und ist damit zwar ein nicht zu vernachlässigender Faktor, steht aber insgesamt „nur“ an vierter Stelle

Mitarbeiter-Videos machen die Unternehmens-Homepage attraktiver 

 Im heutigen digitalen Zeitalter informieren sich die Studierenden über ihre potenziellen Arbeitgeber maßgeblich auf den Internetseiten. Im Fokus stehen dabei die „Stellenbörse“ und das „Produktportfolio“ der Unternehmen. Sehr interessant erscheinen als Informations-Tool die Videos, in denen Mitarbeiter ihre Funktionsbereiche, Aufgaben und sich selber vorstellen. Aufgrund des hiermit verbundenen Aufwands wird dies aktuell nur von wenigen Unternehmen angeboten. In den von uns geführten Gesprächen haben die Studierenden dies sehr bedauert und sie würden sich mehr derartig aufbereitete Informationen wünschen. Je eindeutiger die zuständigen Ansprechpartner im Unternehmen benannt werden, desto höher ist der Attraktivitätsgrad des potenziellen Arbeitgebers und das Interesse an einer Bewertung.

Die meisten Absolventen sind mobil 

 Die oft von den Unternehmen bemängelte Mobilität hinsichtlich eines Umzugs für eine neue Position konnten die Studierenden in Frankfurt a.M. nicht bestätigen. 83% der von uns Befragten würden für eine spannende Herausforderung ihren Wohnort wechseln. Nur die Wenigsten (14%) der Befragten würden sich bei einem passenden Job komplett unbeweglich zeigen. Der finanzielle Anreiz und ein passendes Stellenangebot für den Partner oder die Partnerin würden viele bewegen die angesprochene Mobilität auch in die Tat umzusetzen. Diesen Sachverhalt berücksichtigend, insbesondere auch bei Senior-Kandidaten, hat sich die AFC Personalberatung bei der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften auf Strategien zum "Couple-Placement" fokussiert. Besonders in ländlichen Regionen ergibt sich so die Möglichkeit bei einem Stellenwechsel auch dem jeweiligen Partner ein attraktives Angebot zu unterbreiten.

Überzogene Forderungen stellen größte Hürde im Bewerbungsverfahren 

 Eine sehr große Anzahl junger Jobsuchender (86%) beklagt im Rahmen dieser Umfrage „Überzogene Anforderungen bezüglich Berufserfahrung und Qualifikation“. Einerseits erwarten viele Unternehmen eine ausreichende Zahl von Praktika. Anderseits werden Erwartungen an Studienabschlüsse und das Alter des Kandidaten oftmals missverständlich beurteilt oder gehen ganz an der Wirklichkeit vorbei. Aufgrund der zunehmenden Anforderungen an die Absolventen sollte unseres Erachtens die soziale Kompetenz der Bewerber gleichwertig mit dem Notendurchschnitt bewertet werden, da zukünftige Arbeitnehmer verstärkt in interdisziplinären Kontexten tätig werden müssen. Wenn auch in abgeschwächter Form, so ist die "Unverständliche Stellenausschreibung" immer noch ein negatives Kriterium. Dies ist um so ärgerlicher, als dass jedes Inserat Geld und Ressourcen kostet, eine Visitenkarte des zukünftigen Arbeitgebers sein sollte und den Vergleich mit anderen Anbietern ermöglicht. Aufgrund der tagtäglichen Rekrutierungserfahrung einer Personalberatung müssen wir festhalten, dass das Kriterium „Intransparentes Bewerbungsverfahren“ nach wie vor eine aktuelle Problematik vieler Unternehmen ist. Bewerber werden derartige Prozesse nicht unterstützen und sich gegen einen entsprechenden Arbeitgeber entscheiden. Wir empfehlen daher, vom Eingang der Bewerbung, über die Terminierung von Interviews bis zur Zusage oder Absage zeitnah zu informieren und die Möglichkeit von Rückfragen zuzulassen. Die bereits bei der zweiten Frage zum Online-Auftritt des Unternehmens angeführte Gewichtung der „Ansprechpartner“ wiederholt sich auch hier mit immerhin 31%, so dass die Personalabteilung "ein Gesicht zum Markt" bieten sollte. Die genannten bemängelten Punkte machen deutlich, dass bei einigen Unternehmen hier noch Nachholbedarf besteht. Aber die Teilnahme an Karrieretagen bietet die Möglichkeit die Hürden im Bewerbungsverfahren auf beiden Seiten abzubauen.

Anprechpartnerin
Jennifer Neumann
Telefon: +49 228 98579-33
jennifer.neumann(at)afc.net

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