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Bei "Zoll und Absicherung" noch Nachholbedarf beim Food-Export-Know-how

In der Ernährungsindustrie gibt es noch Nachholbedarf zu den Themen Zoll und Absicherung - vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese stehen vor der Schwierigkeit, dass der Export häufig von anderen Abteilungen „mitbetreut" wird und nicht genügend Know-How für die erfolgreiche Bearbeitung zur Verfügung steht. Nichtsdestotrotz sind die Unternehmen der Ernährungswirtschaft gewillt den Schritt ins Ausland immer häufiger zu machen bzw. den Export auszubauen. Das ist das Fazit des Seminars "Zoll und Absicherung", dass die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und die AFC Consulting Group (AFC) am Freitag den 24. Februar 2012 in Bonn veranstaltet haben.

Hintergrund dieses Seminars ist der wachsende Exportanteil am Umsatz der deutschen Ernährungswirtschaft sowie die Zunahme der bilateralen Handelsabkommen zwischen der EU und wichtigen Absatzmärkten, die eine Vielzahl neuer Regelungsvorschriften insbesondere für die Verzollung und Absicherung der Waren hervorbringen. 

Das Interesse an den Themen war groß. Das Seminar wurde von Teilnehmern aus fast allen Bereichen der Wertschöpfungskette der Ernährungswirtschaft besucht. 

Einführend erläuterte Rechtsanwalt Martin Kieffer, Kieffer Legal Services, ab wann Exportgüter dem präferentiellen Ursprung der EU entsprechen. Dieses Wissen wird in Zukunft immer wichtiger denn „die betriebliche Außenwirtschaft nimmt im Rahmen der Globalisierung ständig zu, selbst für Unternehmen die rein national agieren", so Martin Kieffer. 

Pedro Ibañez, ehemaliger Zollabteilungsleiter der Bahlsen GmbH & Co. KG und bis 2011 Leiter des Arbeitskreises Zoll der BVE, verdeutlichte die Theorie durch Praxisbeispiele und berichtete aus seiner umfangreichen Erfahrung von ca. 40 Jahren in der Zollabwicklung. 

Oliver Völk und Frau Franziska Zwirner, beide Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG, stellten den Teilnehmern die Unterstützungsmöglichkeiten von Logistikern für Exportaktivitäten vor. Dabei hoben sie hervor, welche Dienstleistungen sie den Unternehmen, neben dem eigentlichen Transport, bei der Erstellung und Abwicklung von Exportmodalitäten anbieten können. „Durch ein entsprechendes Outsourcing könnten Unternehmen gar komplett auf eine Exportabteilung verzichten", so Franziska Zwirner. 

Die Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland für die Ernährungswirtschaft wurden von Eva Stupp, Euler Hermes Kreditversicherungs-AG vorgestellt. Diese richten sich nicht nur an Unternehmen mit großen Investitionsvolumen sondern auch an KMUs und sind zum Teil an keine Mindestumsätze gebunden. 

Über Haftungsfragen bei grenzüberschreitenden Lebensmitteltransporten informierte Rechtsanwalt Dr. Andreas Müller, Rechtsanwälte Ehle & Schiller. Er stellte heraus, dass prinzipiell zwar der Frachtführer für den einwandfreien Transport von Lebensmitteln haftet, dem Versender der Ware jedoch eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung und dem Verladen der Ware zukommt, um Haftungsausschlüsse zu vermeiden. Dr. Andreas Müller empfahl den Teilnehmern „wichtige Informationen dem Logistiker (Frachtführer und Spediteur) zwingend vorab zu übermittelt, damit Unklarheiten nicht erst im Falle eines Rechtsstreits zu Tage gefördert werden." 

Abgerundet wurde das informative Seminar durch zahlreiche Möglichkeiten zum Meinungs- und Wissensaustausch der Teilnehmer untereinander. 

Die Exportseminarreihe soll im Herbst 2012 fortgesetzt werden. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

Dr. Sabine Eichner 
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. 
030-200786-157 

Dr. Otto Strecker 
AFC Consulting Group AG 
0228-985 79-0 

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