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Tagung Nachhaltigkeit: Teilnehmer diskutieren Chancen und Risiken, 12.-13.Oktober

Teilnehmer der Tagung zur Nachhaltigkeit diskutieren Chancen und Risiken

Vom 12.-13. Oktober 2009 haben in Köln hochkarätige Referenten und zahlreiche Teilnehmer das Thema Nachhaltigkeit im Lebensmittelsektor lebhaft diskutiert. Eingeladen zu der Tagung hatte die AFC Risk & Crisis Consult GmbH und die Partner Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) und das Cluster Ernährung.NRW. Es wurde deutlich, dass die strategischen Ansätze in den Unternehmen gegenwärtig noch sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Doch langfristig gesehen führt nur eine ganzheitliche Betrachtung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Fragestellungen zu einer glaubwürdigen Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens.

Dr. Otto Strecker, Clustermanager Ernährung.NRW, eröffnete die Tagung mit einem Grußwort. Cluster, das bedeute Stärken stärken. Man bringe Akteure zusammen und unterstütze Wirtschaft, Wissenschaft und Staat  bei der Vernetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien.

Zum Auftakt der Tagung zeigte Professor Dr. Ulrich Nöhle in seinem Einleitungsvortrag die Risiken und Grenzen eines nachhaltigen Wirtschaftens in der globalisierten Welt auf. Der ehemalige Nordzucker-Vorstand kam zu dem Schluss: "Globalisierung ist ein Hemmschuh der Nachhaltigkeit!" Nöhle wies in anschaulicher Weise auf die Verlagerung unserer sozialen und ökologischen Probleme in Entwicklungs- und Schwellenländer hin und präsentierte entsprechende Lösungsansätze. Die Verbesserung der weltweiten kommunikativen Vernetzung aller Handelspartner und Behörden sowie die exakte Vorgabe und Durchführung von Qualitätskontrollen seien für die Erzielung von Nachhaltigkeit zukünftig unabdingbar.

Dr. Jennifer Teufel (Öko-Institut e.V.) stellte den Teilnehmern anhand des Product Carbon Footprint eindrucksvoll dar, wie Umweltauswirkungen die gesamte Food Supply Chain betreffen. Sind die Treibhausgasemissionen entlang der Prozess-Schritte bekannt, ließen sich oftmals leicht realisierbare Reduktionspotenziale identifizieren, zum Beispiel durch kleine Veränderungen an der Verpackung.

Neben der Erläuterung und Abgrenzung des Begriffs "Corporate Social Responsibility" verdeutlichte Dr. Christoph Willers (AFC Risk & Crisis Consult GmbH), dass in der Glaubwürdigkeit einer CSR-Maßnahme der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg liegt.

Dass Nachhaltigkeit nicht nur ein strategischer Ansatzpunkt von vielen, sondern der "Kern einer Marke" sein kann, zeigte Peter Kowalsky (BIONADE GmbH). Oftmals "gegen den Strom" wurden in der Firmenhistorie ganz konsequent die Unternehmensleitsätze hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien umgesetzt. Allein im Jahr 2008 wurden rund 950 Projekte in diesen Bereichen unterstützt.

Rainer Thiele (KATHI Rainer Thiele GmbH) und Peter Nicolay (Verpoorten GmbH & Co. KG) erläuterten, wie Familienunternehmen durch geradlinige Firmenphilosophien und langfristige Markenpolitik erfolgreich sind. Soziale und ökonomische Nachhaltigkeit seien die Basis des Erfolgs und ermöglichen auch bei einem Lizenzgeschäft die Glaubwürdigkeit einer Traditionsmarke aufrecht zu erhalten.

Die Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit in einem internationalen Handelsunternehmen zeigte
Nina-Alexandra von Radowitz anhand des neu geschaffenen Nachhaltigkeits-Boards in der METRO Group. Sie erläuterte, wie Kriterien der Nachhaltigkeit als strategische Maßnahme in einem Unternehmen genutzt werden kann. Einer der zentralen Erfolgsfaktoren liege darin, echte Lösungen zu finden, welche im Interesse der Kunden seien.

Dr. Michael Lendle (AFC Risk & Crisis Consult GmbH) führte moderierend durch die beiden spannenden Tage. Er wies abschließend darauf hin, dass Nachhaltigkeit kein Ziel, sondern eine Reise darstellt. Dafür gelte es gut gerüstet zu sein. Die rund 50 Teilnehmer waren sich darüber einig, dass sie die Chancen der Nachhaltigkeit langfristig strategisch nutzen und ausbauen wollen - ohne die potenziellen Risiken aus dem Blick zu verlieren. Dem Wunsch vieler Teilnehmer die Tagung fortzusetzen, werden die Veranstalter in 2010 gerne nachkommen.

Ansprechpartner:

Dr. Michael Lendle
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michael.lendle@afc.net

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