Einschätzung der AFC zu den Ergebnissen des Außenwirtschaftstags der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft: Exporte bleiben stabil

Der Informationsdienst Dow Jones Agrar & Ernährung befragte für seinen Beitrag "Ernährungsindustrie: Exporte bleiben stabil" das AFC Vorstandsmitglied Hans-Dieter Weschke:
Die Teilnahme der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen am Außenwirtschaftstag habe deutlich gemacht, wie groß auch deren Interesse an Exportthemen sei, fasste Hans-Dieter Weschke, Vorstandsmitglied der auf die Ernährungswirtschaft spezialisierten Unternehmensberatung AFC Management Consulting AG, Bonn, im Gespräch mit Dow Jones zusammen. Nach seiner Einschätzung zeigten die Expertenrunden zu den einzelnen Exportmärkten zudem, dass selbst die klassischen, etablierten Exporträume, wie etwa Skandinavien, durchaus noch Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit bieten.
Dagegen hätten sich die Ausfuhrchancen in Richtung Osteuropa infolge der wirtschaftlichen Entwicklung und aufgrund von Wechselkursnachteilen in vielen dieser Länder derzeitig verschlechtert, sagte Weschke weiter.
Unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf Exportförderung
Zu dem Thema, wie die Exportförderung für die Ernährungsbranche nach dem Wegfall der CMA weitergehen solle, bestand nach den Worten des Experten in der abschließenden Diskussion beim Außenwirtschaftstag grundsätzlich Einigkeit über alle Produktbereiche hinweg, dass die Auslandsmärkte nicht den Wettbewerbern aus anderen Ländern überlassen werden dürften. Gleichwohl gebe es hierbei durchaus unterschiedliche Sichtweisen bezüglich des weiteren strategischen Vorgehens, schränkte er ein.
So präferierten einige Segmente ihre eigenen Branchenlösungen, während sich das Bundesernährungsministerium (BMELV) klar für eine einheitliche Lösung, am liebsten unter dem Dach von "Food - Made in Germany", ausgesprochen habe.
Dow Jones, Agrar & Ernährung, Nr. 116, 22. Juni 2009, S. 3
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