Für Industriebetriebe und Handelsunternehmen stellen Warenrückrufe ein existenzbedrohendes Risiko dar.
Neben den Kosten für die Marktentnahme sind es vor allem der Imageverlust und das schwindende Vertrauen der Verbraucher, die Unternehmen fürchten müssen.
In den meisten Fällen werden die Produktkontaminationen oder Schäden am Produkt versehentlich herbeigeführt. Aber nicht selten besteht zumindest der Verdacht einer Gesundheitsgefährdung für die Verbraucher.
Mit dem Rapid Alert System for Food and Feed
(RASFF) für Lebens- und Futtermittel wie auch dem Rapid Alert System for non-food consumer product
(RAPEX) informiert die EU aktuell über Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben bei Herstellung und Handel.

Aktuelle Krisenfälle zeigen, dass trotz umfangreicher Systeme zur Qualitätssicherung wie IFS, HACCP oder ISO 9001 selbst namhafte Unternehmen von Warenrückrufen und Marktentnahmen betroffen sind.
Inwieweit ein Unternehmen eine Krise erfolgreich meistert, hängt maßgeblich davon ab, ob ein aktuelles und funktionsfähiges
Risiko- und
Krisenmanagementsystem existiert oder nicht. Nur so lassen sich Ausfallzeiten minimieren und eine
betriebliche Kontinuität im Unternehmen kann gewährleistet werden.
Dass viele Unternehmen ihre Risiken nicht ausreichend kennen oder auf Krisen eher schlecht vorbereitet sind, zeigt sich leider allzu oft erst nach Eintritt eines Krisenfalls.